Rückblick | 08. April 2008 | 19 Uhr

Wenn PR in den Untergrund geht – verdeckte Kampagnen in der deutschen Öffentlichkeit

Nachrichten, die in Medien erscheinen, haben einen Absender und eine Ursache. Was aber, wenn sich hinter einem Absender jemand verbirgt, der nicht erkannt werden will? Was, wenn die Nematoden im Fisch, das in Cola aufgelöste Fleisch oder die verseuchte Babynahrung gar keine wirklichen Skandale sind? Sondern inszenierte Ergebnisse interessengeleiteter Akteure – verdeckte Kampagnen also? Erkennen Journalisten noch die Interessenshintergründe dessen, was ihnen täglich auf den Schreibtisch flattert? Können sie die Nachrichtenflut auf getarnte Absichten hin filtern? Wer schützt die Öffentlichkeit vor undurchsichtigen Kampagnen? Oder muss sie gar nicht geschützt werden? Gibt es vielleicht sogar gute Gründe, die für Kommunikationsstrategien sprechen, deren Urheber und Absichten unerkannt bleiben? Über diese spannenden Fragen diskutierte ein hochrangig besetztes Podium, das die Bandbreite von Journalismus, Medienagentur und verdeckt agierendem PR-Profi abdeckte. Und auch das Publikum nutzte die Gelegenheit, sich in das spannende Streitgespräch einzubringen.

Auf dem Podium waren: Matthias Kietzmann, Wirtschaftsredakteur des Magazins Focus, Marcus Johst, Inhaber der Societät für strategische Medienberatung, und Andreas Severin, Gesellschafter der Agentur crossrelations. Durch das Gespräch führte Moderator Wolfgang Kreuter, Geschäftsführer der Euro RSCG ABC.